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Lauterhofen

Gemeinde Lauterhofen legt Energiewald an

Einpflanzung

Die ca. 1-2 cm dicken und 20 cm langen Stecklinge wurden mit einer Spezialmaschine in Reihen in den Boden gesteckt und sollen demnächst austreiben.

Information

Interessierte Landwirte / Grundstücksbesitzer konnten sich vor Ort über die Anlage von Energiewäldern informieren.

Einen weiteren Schritt zur energetischen Unabhängigkeit hat die Gemeinde Lauterhofen in diesem Frühjahr unternommen. Mitte April wurde auf ca. 7000 qm ein Energiewald (auch Kurzumtriebsplantage, Abk. KUP) angelegt.

Da die Gemeinde eine Hackschnitzelheizung zur Wärmeversorgung der Schule und ein Heizkraftwerk in Engelsberg betreibt, soll damit ein Teil des benötigten Rohstoffs selbst produziert werden. Schon bisher wird alles Holz, das im rund 35 Hektar großen Gemeindewald anfällt und nicht gut genug zum Verkauf ans Sägewerk ist, in den eigenen Heizwerken genutzt. Allerdings reicht das bei weitem nicht aus zur Versorgung der Anlagen. Das Holz aus dem neuen Energiewald soll ca. 3500-4000 l Heizöl pro Jahr ersetzen.

Auf der bisher als Acker genutzten Fläche wurden 3400 Pappelstecklinge in den Boden gebracht. Die ca. 1-2 cm dicken und 20 cm langen Stecklinge wurden mit einer Spezialmaschine in Reihen in den Boden gesteckt und sollen demnächst austreiben. Die erste Ernte ist in ca. 7-10 Jahren vorgesehen. Danach treiben die Bäume wieder aus und können erneut Energieholz produzieren. Die verwendeten Pappelhybride sind speziell auf hohe Wuchsleistungen gezüchtet und sollen die doppelte bis dreifache Menge an Holz produzieren wie ein „normaler“ Wald auf gleicher Fläche. Vorteil gegenüber landwirtschaftlichen Energiepflanzen ist der deutlich geringere Energie- und Pflanzenschutzmitteleinsatz. Nach erfolgreicher Anlage kann auf Düngung und Pflanzenschutzmittel gänzlich verzichtet werden. Zusätzlich dient der Energiewald während der Zeit des Aufwuchses Vögeln, Insekten und auch Wildtieren als Lebensraum. Da der „Energiewald“ offiziell kein Wald wird, sondern landwirtschaftliche Fläche bleibt, kann er bei Bedarf jederzeit wieder gerodet und als Acker bewirtschaftet werden.

Angelegt wurde die Fläche von der Firma Wald 21 aus Uffenheim, die sich auf die Anlage von Energiewäldern spezialisiert hat, in Zusammenarbeit mit dem Bauhof Lauterhofen. Geplant und betreut wurde die Maßnahme vom zuständigen Förster Bernhard Raschka vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Neumarkt, der auch die Gemeindewälder des Marktes Lauterhofen betreut. Für weiterführende Informationen zum Thema Energiewald sowie für alle Fragen zum Thema Waldbewirtschaftung können Sie sich an Herrn Raschka unter der Telefonnummer 09181/482-14 oder 0171 3384575 wenden.


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