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Großes Jubiläum: 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Traunfeld

Von Jutta Riedel:

In Traunfeld hat die Freiwillige Feuerwehr ihr 125. Gründungsjubiläum gefeiert.

Totengedenken

Ökumenisches Totengedenken mit Pfarrer Gerhard Ehrl aus Lauterhofen und der evangelischen Pfarrerin Barbara Overmann aus Eismannsberg auf dem Friedhof in Traunfeld

Festumzug

Am Festsonntag beteiligten sich gut 100 Vereine am Festzug. Fotos: Jutta Riedel


Zum Festauftakt am Freitagabend sorgte die Band „Aeroplane“ für Partystimmung. Am Samstag beteiligten sich die Feuerwehren der Gemeinde mitsamt dem Patenverein, der FFW Deinschwang, sowie dem „Patenkind“ der FFW Traunfeld, der FFW Eismannsberg, und die örtlichen Vereine am ökumenischen Totengedenken mit Pfarrer Gerhard Ehrl aus Lauterhofen und der evangelischen Pfarrerin Barbara Overmann aus Eismannsberg auf dem Friedhof in Traunfeld und dem anschließenden Zug ins Festzelt mit Bieranstich durch Schirmherrn Bürgermeister Ludwig Lang.
125 Jahre lang habe man immer wieder Bürger aus Traunfeld und Dippersricht gefunden für diesen „Dienst am Menschen“, um anderen in Notsituationen zu helfen, freute sich Manfred Heinig, Vorsitzender der FFW Traunfeld. „In heutiger Zeit nicht einfach, wo jeder an sich selbst denkt“, betonte Heinig, aber: „In Traunfeld funktioniert das ganz gut!“.
Heinig dankte allen Helfern für die Unterstützung bei der Organisation des Jubiläumsfestes, einen besonderen Dank richtete der Vorsitzende an den örtlichen Obst- und Gartenbauverein sowie den Frauenkreis unter Leitung von Rita Hierl. Weiter dankte Heinig allen Bürgern von Traunfeld, die ihre Häuser und Höfe „bestens herausgeputzt“ hatten.
Bürgermeister Ludwig Lang dankte dem Vorsitzenden sowie Kommandant Peter Ulm für die viele Arbeit, die sie für das Fest geleistet hatten. Lang lobte die „starke Gemeinschaft“, der Feuerwehren, „Tugenden“ wie Kameradschaft und Pflichtbewusstsein seien hier „besonders gut ausgeprägt“.
„Euer Arbeitseinsatz ist unbezahlbar!“, betonte der Bürgermeister und lobte den „vorbildlichen Gemeinschaftsgeist“, den die Kameraden beispielsweise beim Bau des neuen Feuerwehrhauses bewiesen hatten.
„Traunfeld hat viel soziales Potenzial!“, lobte Landrat Willibald Gailler und gratulierte der Wehr zum Jubiläum. Er sei „begeistert“, wie das Fest organisiert sei, sagte der Landrat und schwärmte für die „schmucke Ortschaft“, den „intakten Ort mit viel sozialem Kapital“ und die „hübschesten Festdamen“.
Hier an der Grenze zu Mittelfranken spüre man die Freundschaft, betonte Gailler und freute sich über die Anwesenheit des Patenkindes aus Eismannsberg bei diesem Fest, „das in die Annalen des Ortes eingehen wird“.
Es sei für ihn eine Freude, nach Traunfeld, „ganz oben im Landkreis“ zu kommen“, sagte MdB Alois Karl. Für das Wochenende sei in Bayern das Hoch „Alois“ angesagt gewesen, da sei „klar, dass das ein schönes Wochenende wird“. „Mutig“ sei es aber auch, am Wochenende der Eisheiligen so ein Fest zu feiern. Für die Zukunft wünschte Karl der Feuerwehr weiterhin so einen Zusammenhalt wie in den letzten 125 Jahren.
Kreisbrandinspektor Peter Häberl aus Lauterhofen gratulierte der Jubelwehr auch im Namen von Kreisbrandrat Anton Bögl und Kreisbrandmeister Joachim Klein. Seit 125 Jahren sei die Ortswehr ein „fester Garant“ in Traunfeld und Umgebung, wenn Bürgerinnen und Bürger in Not geraten sind.
Im Namen des Patenvereins, der Freiwilligen Feuerwehr Deinschwang, gratulierten der Vorsitzende Maretin Lubner und Kommandant Christian Baumgärtner. Die beiden zollten „höchsten Respekt“ für die Organisation des Festes, „ein wesentlicher Beitrag zur Feierkultur in Bayern“. Diese sei „einmalig“ und müsse „unbedingt erhalten werden“.
Die Glückwünsche des Patenkindes aus Eismannsberg überbrachten der Vorsitzende Harald Ulherr und Kommandant Andreas Zwengauer. Es sei die „beste Idee“ gewesen, vor 27 Jahren die FFW Traunfeld zu fragen, ob sie die Patenschaft übernehmen wolle, freute sich Ulherr. Aus dieser Patenschaft sei eine echte Freundschaft gewachsen. Für die musikalische Unterhaltung am Abend sorgten die Gruppe „d’Quertreiber“.
Am Festsonntag beteiligten sich nach der Festmesse im Festzelt, zelebriert von Pfarrer Gerhard Ehrl, gut 100 Vereine am Festzug. So ganz hat es mit Hoch „Alois“ dann doch nicht geklappt, just zum Festzug regnete es Bindfäden. Zum Glück waren die Festdamen gut vorbereitet – die meisten jedenfalls.
Musikalisch begleitet wurde der Festzug von den Blaskapellen Deining, Pilsach, Pyrbaum, Seubersdorf und Stauf sowie der Feuerwehrkapelle Happurg und den Schwarzach-Musikanten.
Nach dem großen Fahneneinzug im Anschluss war dann beste Unterhaltung mit der Formation „Rotzlöffl“ angesagt.

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